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STAR TREK DE • Magazin // 60 Jahre Star Trek: Wohin der Weg auch führt

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60 Jahre Star Trek: Wohin der Weg auch führt

 

Reinhard Prahl

Seit 60 Jahren fliegt die U.S.S. Enterprise im Rahmen von Star Trek nun schon durch die Galaxis dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Mit der Übernahme von Paramount durch die Skydance Corporation schien das Ende des altgedienten Schiffs aber gekommen. Rückflug zur Erde und ab ins Dock zum Abwracken sozusagen. Dass dem erfreulicherweise nicht so ist und die Eigner von Skydance/Paramount noch viel mit dem Franchise vorhaben könnten, zeigen die aktuellen Entwicklungen, die wir hier für euch zusammenfassen.

 

Der Kurzüberblick

Bis einschließlich des 8. September 2026, dem offiziellen Geburtstag von Star Trek, begleitet Paramount+ das Jubiläumsjahr mit Veranstaltungen, neuen Produktionen und einem intensiven Blick auf die Geschichte des Franchise. Gleichzeitig mehren sich in sozialen Netzwerken und Podcasts Aussagen diverser früherer und aktueller Darsteller darüber, wie es mit ihren Figuren weitergehen könnte. So weist Jack-Ransom-Sprecher Jerry O’Connell zum Beispiel darauf hin, dass Mike McMahan noch lange nicht genug von Star Trek: Lower Decks hat, was Hoffnungen auf eine Rückkehr nährt.

Auch Scott Bakula alias Captain Jonathan Archer zeigt sich grundsätzlich offen für ein Wiedersehen mit seinem Star-Trek-Alter-Ego. Konkrete neue Serienprojekte sind damit zwar noch lange nicht angekündigt, zumindest ist die Hoffnung auf die Serienidee Star Trek: United aber noch nicht vollends gestorben.

 

60 Jahre unendliche Weiten: Im Detail

Als NBC am 8. September 1966 mit The Man Trap die erste reguläre Folge der Originalserie zeigte, ahnte selbstredend niemand auch nur ansatzweise, dass dieser Tag den Startschuss für eines der größten Serienuniversen der Welt bilden würde. Was damals mit mäßigen Einschaltquoten begann und nach nur drei Staffeln endete, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der beständigsten Franchises der Unterhaltungsgeschichte. 

Das Jubiläumsjahr begann für gestandene Trekkies zumindest in den USA bereits am Neujahrstag mit einem eigenen Star Trek-Wagen bei der traditionsreichen Rose Parade in Pasadena. Im Februar folgte in San Francisco die einwöchige Veranstaltung „Go Boldly SF“, während William Shatner, Walter Koenig und mehr als 20 weitere Darsteller gemeinsam mit über 3.000 Fans auf große Kreuzfahrt gingen. Hinzu kamen neue digitale Comics, Kooperationen mit LEGO und Magic: The Gathering sowie umfangreiche Veranstaltungen rund um die San Diego Comic-Con. 

Auch auf dem Bildschirm bleibt das Franchise präsent. Nach der ersten Staffel von Star Trek: Starfleet Academy im Januar folgte am 23. Juli die Premiere der vierten Staffel von Star Trek: Strange New Worlds. Erstaunlich ist indes, dass trotz aller Kooperationen mit Kreuzfahrgesellschaften, LEGO, Gaming-Schmieden, Verlagen und den groß angelegten Feierlichkeiten zum 60. Jubiläumstag ausgerechnet die Zukunft neuer Fernsehproduktionen auffallend offenbleibt. Gerade deshalb erhalten Aussagen ehemaliger und aktueller Darsteller über mögliche Rückkehrprojekte besondere Aufmerksamkeit.  

 

Die Cerritos ist noch nicht abgeschrieben

Doch schauen wir uns die weiter oben im Artikel angeteasten Aussagen diverser Stars einmal genauer an. Jerry O’Connell, der in allen fünf Staffeln von Star Trek: Lower Decks Jack Ransom sprach, scheint sich mit dem Ende der Animationsserie bei Weitem noch nicht vollständig abgefunden zu haben. Im Finale stieg der bisherige Erste Offizier zum Captain der USS Cerritos auf. Damit endete die Serie ausgerechnet in dem Moment, in dem für Ransom und seine Mannschaft ein völlig neuer Abschnitt hätte beginnen können.

In einem Gespräch mit den Kollegen von trekmovie.com zeigte sich der Mime überzeugt, dass McMahan weitere Geschichten über die Cerritos und ihre Besatzung erzählen möchte. Eine Fortsetzung, ein Film oder ein anderes Format wurde damit zwar nicht bestätigt, doch O’Connells Äußerungen dürften all jenen Fans Hoffnung machen, die das Ende nach fünf Staffeln für verfrüht hielten.

Dass der Schauspieler mit Ransom eng verbunden ist, zeigte sich auch während der San Diego Comic-Con. Dort scherzte er darüber, dass er seine Frau Rebecca Romijn inzwischen sogar im fiktiven Sternenflottenrang übertreffe. Während Romijn in Strange New Worlds Commander Una Chin-Riley verkörpert, darf sich Ransom seit dem Finale Captain nennen. O’Connell genießt diesen kleinen familiären Vorteil offenbar ausgiebig. 

 

Scott Bakula sagt nicht endgültig Nein

Auch zu Star Trek: United gibt es Neuigkeiten, doch leider bleiben die Fakten hier ebenfalls dünn wie Plomeek-Suppe. Das von Enterprise-Autor und Produzent Mike Sussman gemeinsam mit Scott Bakula entwickelte Konzept um Jonathan Archers späteres Leben als Präsident der Vereinigten Föderation der Planeten sollte möglicherweise eine Mischung aus politischem Thriller, Spionagedrama und Familiengeschichte werden, die in den noch unsicheren Anfangsjahren der Föderation angesiedelt wäre.

Bakula stellte nun allerdings leider klar, dass sich das Projekt gegenwärtig nicht auf seinem persönlichen Radar befindet. Er sei derzeit nicht aktiv daran beteiligt und verwies auf die veränderten Verantwortlichkeiten innerhalb des Studios. Gleichzeitig scheint er einer längeren Franchise-Pause positiv gegenüberzustehen und erinnerte daran, dass eine solche dem Franchise bereits nach dem Ende von Star Trek: Enterprise gutgetan habe. Nichtsdestotrotz vermied er eine endgültige Absage und erklärte sinngemäß, er habe gelernt, niemals nie zu sagen. 

Damit bleibt United vorerst lediglich ein Pitch von vielen. Die Idee besitzt indes durchaus Potenzial. Archer gehört zu den wenigen Captains, deren spätere politische Karriere bereits im Kanon angedeutet, aber nie gezeigt wurde. Mit anderen Worten kann man Bakulas Zurückhaltung also weder als versteckte Bestätigung noch als endgültiges Ende des Projekts lesen.

 

Kein Kurs gesetzt?

Das 60. Jubiläum zeigt damit zwei Seiten von Star Trek. Einerseits feiert Paramount die Vergangenheit mit großem Aufwand und verweist auf ein Universum, das über sechs Jahrzehnte hinweg immer wieder neue Zuschauer fand. Andererseits bleibt die Frage offen, welche Richtung das Franchise nach den derzeit laufenden Serien einschlagen wird.

Die Aussagen von Jerry O’Connell und Scott Bakula sind natürlich alles andere als Ankündigungen. Sie zeigen jedoch, dass sowohl vor als auch hinter der Kamera weiterhin Interesse an bekannten Figuren und bislang unerzählten Geschichten im Star Trek-Universum besteht. Darüber, wohin die Reise geht, können wir nach wie vor leider nur spekulieren, doch auch das ist schließlich ein Teil der Fan-DNA, oder?

 

 

Quellen: https://trekmovie.com/2026/08/01/jerry-oconnell-talks-captain-ransom-says-star-trek-lower-decks-creator-mike-mcmahan-is-not-done-exclusive/

https://trekmovie.com/2026/07/29/star-trek-united-isnt-currently-on-scott-bakulas-radar-but-hes-open-to-returning-as-archer/ 

https://www.startrek.com/en-un/news/star-trek-turns-60-everything-you-need-to-know