STAR TREK XI - Bösewicht mit Humor
Seid heute ist er offziell in den Kinos – STAR TREK XI – damit genau der richtig Zeitpunkt einen ganz besonders bösen Buben vorzustellen. Gestatten Nero alias Eric Bana. Der sympathische Aussie ist eigentlich vom Ursprung her gar kein Bösewicht, in einem Arbeiterviertel in Melbourne aufgewachsen, war es sein größter Wunsch Automechaniker zu werden. Nie im Traum wäre es ihm in den Sinn gekommen, Schauspieler zu werden, noch irgendwann als Gegenspieler von Kirk in einem STAR TREK Film eine tragende oder vielmehr zerstörerische Rolle zu spielen. Doch wer zog Eric auf die dunkle Seite der Macht – man sollte es nicht glauben – es war der Humor!
Irgendwann stellte das sympathische, australische Sexsymbol nämlich fest, dass er richtig witzig sein konnte. Sein Weg führte ihn also weg von der Autoschrauberei hin zur Standup Comedy. Beispiele für sein Talent Stars zu parodieren finden sich zahlreich im Internet – Beispiel gefällig - dann schaut doch mal bei Youtube zu wie Eric den Orlando Bloom gibt. Doch irgendwann hatte Bana genug von der Standup Comedy und eigentlich wäre er gerne ein Teil des australischen Filmzirkuses geblieben, doch leider ist dieser so klein, dass er sogar vom Staat finanziert werden muss. Die Produktionen sind kleine aber feine Filme, die eben leider nicht über das Werbebudget Hollywoods verfügen und so nie eine reelle Chance haben, ein breites Publikum zu erreichen.
Also folgte Bana dem Ruf Hollywoods – in Filmen wie Hulk, Troja (Hector) und München (Agent Avner) stellte er unter Beweis, dass er durchaus auch ganz unkomische Seiten hat. Eitel ist Bana ebenfalls überhaupt nicht, obwohl in Australiens (weibliche) Bevölkerung einmal zum Sexiest Man gewählt hat. Grundsätzlich ist es ihm egal, ob er in Filmen hübsch, hässlich, dick oder dünn aussieht – wichtig ist nur, dass ihn die Rolle wirklich interessiert und das Interesse an STAR TREK XI muss groß gewesen sein, denn Bana dreht im Schnitt nur einen Film pro Jahr und verbringt seine Zeit ansonsten meist mit seiner Frau Rebecca Gleeson und seinen beiden Kinder Klaus und Sophia.
Warum als Nero? Was ist so faszinierend an dem romulanischen Bösewicht? Ist es vielleicht die Tatsache, dass der Bösewicht die einzige nicht historische Figur in STAR TREK XI ist? „Dieser Umstand war einer der Gründe, weshalb ich diese Rolle letzten Endes angenommen habe. Dadurch, dass niemand diese Figur zuvor kannte, hatte ich mehr Freiheit bei der eigentlichen Umsetzung“, erklärt der Schauspieler in einem Interview mit Spielfim.de.
Bana ist kein Trekkie, obwohl er mit der Serie aufgewachsen ist, trotzdem oder gerade deshalb war es ihm wichtig, sich intensiv auf seine Rolle vorzubereiten. Weniger in dem er die alten Filme anschaute, aber um so mehr, in dem er sich mit J.J. Abrams unterhielt und lernte Nero zu verstehen und zu wissen was den Gegenspieler Kirks umtreibt und warum er die Enterprise zerstören will.
Doch trotz aller Wut und dem Hass der in Nero steckt, für Eric Bana hat der Film auch etwas Hoffnungsvolles. „Die Botschaft ist sehr positiv, das gefällt mir. Zahlreiche Filme der letzten Zeit sind für meinen Geschmack viel zu düster. Das ist schade, gerade wenn es sich um Verfilmungen handelt, die eigentlich Kinder und Jugendliche ansprechen sollen. Da macht Star Trek aber zum Glück nicht mit, im Gegenteil: Der Film baut auf, macht Mut und ist dabei noch sehr unterhaltsam. Ich glaub, das liegt auch daran, dass er sich selber nicht so ernst nimmt.“
Weise Worte eines gutaussehenden Schauspielers der sich selbst nicht, aber dafür um so mehr seine Arbeit wichtig nimmt! Vielleicht ist ja Nero ja auch nicht einfach nur ein Bösewicht, sondern ein tragischer Held? Wir werden sehen…
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